Neue Selbsthilfegruppe "Traumafolgestörungen nach Bindungs- und Entwicklungstrauma"

Sich nach Geborgenheit und Schutz zu sehnen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Ist dieses im Kindesalter nicht erfüllt worden, kann es zu einem Bindungs- und Entwicklungstrauma kommen.

Durch Bindung zu unseren Bezugspersonen lernen wir von klein auf, uns in dieser Welt zurechtzufinden. Die Art der Bindung bestimmt was wir über uns selbst, andere Menschen, Beziehungen und die Welt wahrnehmen und interpretieren. Ein Bindungs- und Entwicklungstrauma ist eine tiefgreifende seelische Verletzung, die aus einem langen Prozess von Vernachlässigung, Hilflosigkeit und Gewalt entsteht. Traumatische Erfahrungen in der Schwangerschaft, Kindheit oder Pubertät beeinträchtigen die Fähigkeit mit sich selber und anderen im guten Kontakt zu sein. Viele psychische und körperliche Probleme beruhen darauf. Oft kommen sie erst im späteren Leben, ausgelöst durch Krisen, zum Vorschein.

Das Resultat können Symptome wie: depressive Verstimmungen, Angstzustände, Panikattacken, Schlaf- und Essstörungen, sucht- sowie selbstverletzendes Verhalten sein. Der tief verwurzelte Glaube, dass etwas mit sich selbst nicht stimmt. Ohne genau zu wissen, was es ist.

Die Betroffenen fühlen sich wie taub und abgeschnitten von den eigenen Gefühlen. Begleitet von negativer Selbstwahrnehmung, Probleme mit Selbstfürsorge, Hoffnungslosigkeit und Selbsthass. Immer wieder kommt ein Gefühl von Einsamkeit und Isolation zum Vorschein. Gleichzeitig entwickelt sich ein Problem mit Nähe und Distanz, häufig treten Beziehungsschwierigkeiten auf.

Gemeinsamkeit verbindet - eine Selbsthilfegruppe bietet die Möglichkeit mit anderen Betroffenen in den Austausch zu gehen. Eines der Ziele ist die Folgen des Traumas und dadurch sich selbst besser zu verstehen. Zusammen Hoffnung schöpfen, um eine Verbesserung der Symptome zu erzielen und dadurch die Lebensqualität zu steigern, ist ein weiteres Anliegen der Selbsthilfegruppen. Interessierte für diese neue Selbsthilfegruppe laden wir herzlich ein. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht.

Nähere Informationen erhalten Sie über die ASB Kontakt- u. Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS), Dorfstraße 10 in Gägelow. Telefon: 03841 - 22 26 16 | E-Mail: kissasbwismar.de [veröffentlicht am 27.6.24]